Games

Dienstag, 11. März 2008

Microschrott senkt Preise...

Grad erst gesehen und irgendwie mit Freude wahrgenommen: Die Xbox 360 kostet ab diesen Freitag satte 80,- Euro weniger. :-)

Damit wäre wohl endgültig klar, dass sich nun langsam aber sicher alle Next-Generation-Konsolen in den Preiskampf einklinken. Ob es nun am schwachen Dollar liegt, dem HD-DVD-Desaster oder den erfreulich hohen Verkaufszahlen der PS3, bleibt jedoch fraglich. Fraglich ist auch, ob die Xbox 360 Absatzprobleme hat - unerwartet hohe Nachfrage und damit verbundene Konsolenknappheit kann ich der Konsole derzeit nämlich nicht ganz attestieren. Wäre dem nämlich so, würden in unserem örtlichen Elektrofachhandel nicht stapelweise herrenlose Premium und Elite Konsolen rumstehen und es bräuchte auch keine rapide Preissenkung.

Microsoft hat sich in meinen Augen ganz klar verschätzt und wie ich bereits vor einigen Monaten angedeutet habe, die falsche Strategie gefahren. Hätten sie die Elite nämlich mit HD-Laufwerk zum selben Preis angeboten, hätten sie der PS3 zum Weihnachtsgeschäft die willigen Käufer abluchsen und gleichzeitig ihr eigenes HD-Format pushen können. Die Gamer sind aufgrund fehlender HD-Tauglichkeit (kein Mensch gibt nochmal "extra" 150,- Öcken für ein Zubehör-Laufwerk aus, wo der Kampf der Formate doch noch gar nicht entschieden war) aber zu Sony abgewandert... da hat es auch nicht geholfen, dass die Xbox 360 mehr Spiele hat.

Was bleibt, freut den Verbraucher. 80,- Euro beim Kauf sparen sind wieder gute Argumente, eine Xbox 360 zu kaufen, vor allem, da die günstigste Arcade-Variante noch weit unter dem Preisniveau der Wii angesiedelt wurde. Allerdings prophezeie ich, dass es die Elite-Version nach wie vor schwer haben wird. 370,- sind zwar besser als 450,- Schlappen - jedoch gibt es für 390,- immer noch die PS3 mit Blu-Ray und was da bislang an Spielen vorhanden ist und heuer noch raus kommt, braucht sich auch nicht verstecken...

Eddys Haushalt bleibt bis auf seine antike Playstation 1 aber weiterhin Konsolenfrei. Hab grad weder Zeit noch Geld für sowas. Reicht ja schon, wenn man Romane drüber schreibt! ;-)

Sonntag, 13. Januar 2008

Insane = Wahnsinnig!

Es gibt da so einen indizierten Shooter für die Xbox 360, der würde in Lautschrift wohl am ehesten so aussehen: "Geehrs Off Woahr"! Dieses familienfreundliche und unglaublich unterhaltsame Spiel haben den Herrn B. und mich schon so einige Wochenenden auf die Couch und hinter die Controller gefesselt. Der Koop-Modus ist einfach gigantisch gut und nie war die Herausforderung größer, das Spiel einfach als Meister zu verlassen.

Nun, als der B-Tight und der Toby D. mit dem Spielen begannen, da waren wir zunächst im einfachsten der drei Schwierigkeitsgrade unterwegs. Dieser nennt sich hämischerweise "Lässig", war aber damals schon alles andere als das - vor allem, wenn man mit Steuerung, Spielablauf, Tricks und Taktiken noch nicht gänzlich vertraut ist. Nach fünf erfolgreich absolvierten Akten stand jedoch fest, dass es das Spiel wert ist, noch einmal durchgespielt zu werden. An den folgenden Wochenenden sollte es uns sie zweite Spielstufe "Hardcore" schon um einiges schwerer machen. Knackig knifflige Gefechte, unfaire Spielabschnitte und viele Versuche bis zum Erfolg. Das sind wohl die treffenden Umschreibungen für diese Sitzungen.


Ihr seid doch verrückt!

Der Mensch sucht aber bekanntlich Herausforderungen und so war es uns ein großes Bedürfnis, dem Spiel nach "Hardcore" noch nicht ganz den Rücken zu kehren. Viel zu verlockend war die Vorstellung herauszufinden, wie lange wir in der Königsdisziplin bestehen würden. Diese nennt sich "Insane", zu Deutsch "Wahnsinnig" und kann in der Nachbetrachtung auch nur so bezeichnet werden. Alle unsere Freunde waren wieder versammelt. Die Locust, die Boomer, die Knallfrösche, die Berserker, die fiesen Vögel und nicht zuletzt unser General Raaaaaam - und alle waren sie noch einmal um ein Vielfaches zäher, gewiefter, angriffslustiger und gefährlicher als gewohnt. Viel Blei, gezielte Treffer, ausgeklügelte Taktikten und herrliche Sägekunst waren deshalb nötig, um sie wieder dahin zu schicken, wo sie herkamen. Und das haben wir gestern getan!

Nicht ohne Stolz kann ich hier und heute verlauten lassen, dass der B-Tight und ich gestern alle fünf Akte des Spiels auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchgespielt haben - und das in unter 9 Stunden. ;-) Es war ein unerbittlicher und erbarmungsloser Kampf, ein Kampf sowohl mit den Locust als auch mit uns selbst, denn nicht selten waren wir an sauschweren, ultragemeinen und einfach nur unfairen Spielstellen der Verzweiflung so nahe, dass mein Teamkollege schon Angst um seine Gamepads hatte. Manchmal möchte man die Dinger vor lauter Raserei auch einfach gegen die Wand klatschen. ;-)

Doch als wir nach knapp 9 Stunden Spaß, Wut, Freude, Enttäuschung, Blut und strategischen Meisterleistungen im Schweiße unsres Angesichts den Endgegner in die Knie gehen sahen, war uns eines schlagartig bewusst: JAAARR! Endlich! Victory Is Ours! Wir sind die Besten! Hmmm... Damn, und jetzt wir brauchen was Neues zum Zocken! ;-)

Wann kommt endlich Teil 2?

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Krise²

Wer dieses Blog hin und wieder verfolgt oder das Glück hat mich persönlich zu kennen, der weiß, dass ich nicht so schnell aufgebe. Nun, nach meiner sehr negativen ersten Meinungsäußerung über genanntes Krisenspiel, war ich nun wahrlich nicht besonders motiviert, das Game überhaupt durchzuspielen. Doch von mieser Optik aufgrund fehlender Hardwarepower hab ich mich noch nie aufhalten lassen. Schließlich gibt es noch andere, stellenweise viel wichtigere Qualitäten, die einem Spiel zum Erfolg verhelfen können.

Ich habe mich also durchgekämpft, doch was ich in den letzten Tagen mit Crysis erlebt habe, gleicht einem Trauerspiel. Wer wirklich beabsichtigt, sich dieses unausgegorene und halbfertige Unterhaltungsprogramm noch zu kaufen, dem sei vom Weiterlesen ganz klar abgeraten, denn auf etwaige Spoiler kann ich hier keine Rücksicht nehmen.


Let's Get The Shit Started...

So, wo fange ich nun am besten an? Vielleicht am Anfang: Etwa drei Viertel des Spiels läuft man wie bekloppt im Dschungel herum. Aufgaben gibt es nicht. Alles was Crysis bietet ist ein mehr als ausgelutschtes Schema F. In der Praxis gestaltet sich das so: Gehe zu Punkt a) und mach alle fertig, um danach zu Punkt b) zu gehen und alle fertig zu machen! Highlights sind das Zerstören von Flugabwehrstellungen, einer Handvoll Störsendern und das mehr als lahme Rumgegurke mit einem Panzer. Insgesamt war selbst der Vorgänger "Far Cry" an der Stelle kreativer, musste man damals doch wenigstens noch die ein oder andere Chipkarte für die dazugehörigen Türen finden.

Nun... überspringen wir ein paar Quadratkilometer Dschungel und Horden von Koreanern, finden wir uns irgendwann in einem Steinbruch wieder. Ab da wurde das Spiel von "erst lasch bis machbar" sprunghaft zu "unglaublich schwer bis seid ihr komplett bescheuert"! Das lag aber weniger an den knüppelharten Gegnern, die plötzlich auch Nano-Anzüge tragen und Mini-Guns im Anschlag haben. Die hatten es schon auch in sich, aber die Rede ist hier eher von schweren Bugs, die ein Indiz dafür sind, dass Publisher EA mal wieder nur die Kohle im Sinn hatte und den engagierten Entwicklern einige Wochen an wertvoller Nachbereitungszeit abgezwackt hat. Nicht selten kommt man im Spiel einfach nicht weiter, weil ein Skript nicht anläuft, eine Tür sich nicht öffnet oder die Sprachausgabe des Kommandanten in der Endlosschleife trällert, sich aber im Spielverlauf trotzdem nichts weiter bewegt. Klasse! Das ist doch Zucker für die Motivation, wenn man Spielabschnitte zigmal neu laden muss, um überhaupt voran zu kommen.

Das Ganze gipfelt dann vorläufig im ominösen Raumschiff der Aliens und der ersten richtigen Änderung im Spielverlauf, wobei diese "neue" Umgebung für alte Zocker nicht wirklich eine Überraschung darstellt. Wer seinerzeit Unreal oder Alien vs. Predator gezockt hat, kennt Raumschiffe und Schwerelosigkeit also schon - und ist so ganz nebenbei auch besser unterhalten worden. Somit ist die größte Herausforderung in diesen Levelabschnitten, die Orientierung nicht zu verlieren, denn dank der Schwerelosigkeit und dem unübersichtlichstem, was ich lange an Leveldesign bestaunen musste, wird das herum eiern in der Raumstation zur echten Geduldsprobe. Diese wird übrigens noch intensiviert durch die herum wuselnden Aliens. Wer hier jetzt aber stilistische Extravaganzen oder einwandfreie Monster erwartet, wie sie damals schon von Ripley oder Dutch aufs Korn genommen wurden, wird bitter enttäuscht. Was der Spieler für sein Geld bekommt sind blasse, mintgrüne Kaulquappen, die in etwa so furchteinflößend sind wie verschimmelter Frischkäse. Dafür wird man sie umso schwerer los, denn sie bewegen sich nicht nur dreimal so schnell wie der Spieler selbst, sondern hauen einen auch nicht selten mit einem einzigen Punch direkt aus den Nano-Latschen. Besonders ausdauernd wird's dann, wenn die Munition ab Schwierigkeit "Mittel" viel zu schnell zur Neige geht und man die Viecher im Nahkampf umhauen muss. Flucht ist keine Option, denn statt Hebel oder Knöpfe zu finden, gilt es lediglich alles Lebendige im Abschnitt wegzuputzen, um in die nächstgelegenen Räume zu kommen. Was für ein revolutionärer Shooter... ganz herausragend, ehrlich beeindruckend!

So, irgendwann sind dann auch die letzten Aliens, die zwischen unserem gesichtslosen Helden und dem Ausgang standen, gekillt und man ist wieder an der frischen Luft. Der Dschungel hat sich mittlerweile in die hoch gepriesene Eiswüste verwandelt, doch viel sieht man davon nicht, denn man muss einen übrig gebliebenen Kollegen unter großer Feindbelagerung aus der -200° C kalten Eiszone befreien, die sich unter einer Art Käseglocke beständig vergrößert. So ist man also durchaus bemüht, den KI-Mitläufer mit dem defekten Nano-Ganzkörperkondom vorm Erfrieren zu bewahren, während die Aliens (diesmal in hochtechnischen Anzügen) in Scharen über einen herfallen. Dumm nur, dass der KI-Mitstreiter dämlich ist wie Brot. Der Zeitgenosse hat nämlich die schlechte Angewohnheit, sich immer zwischen den Spieler und die Aliens zu stellen. Richtig blöd ist das, denn auf befreundete Kameraden kann man in Crysis nicht schießen... das wird durch ein rotes X und dem Streiken der Waffe auch gut erreicht. An sich natürlich nobel, aber der Bereich um die Spielfigur ist einfach zu großzügig proportioniert. Steht der KI-Kollege also auch nur "fast" in eurer Schusslinie, verweigert eure Waffe trotzdem den Dienst und ihr könnt zusehen, wie der fiese Alien euren Mitstreiter brutzelt und euch der Nachladescreen direkt wieder an den Anfang der Hatz katapultiert. Hach, was für ein Spaß!


Fazit: Wie gehabt!

Ich könnte jetzt noch endlos so weitermachen. Zum Beispiel könnte ich über das Level herziehen, in dem man mit einem viel zu langsamen und regelrecht krankhaft trägen Senkrechtstarter im Kampf gegen fünfmal schnellere und wesentlich agilere Alien-Raumschiffe kämpfen muss. Oder wie wäre es mit einer weiteren dreiseitigen Abhandlung über den Endkampf, der vor Programmfehlern und Bugs nur so strotzt und den Spieler mit einem enttäuschenden Ende und mehr als dezentem Hinweis auf die beiden nächsten Teile der Trilogie zurück lässt... Wer glaubt noch, dass wir den Irren, der unbedingt zurück auf die Insel wollte, in baldiger Zukunft als entweder a) Verbündeten und Retter in der Not oder b) maskierten Alien und Überendgegner wiedersehen?

Ne, egal... sparen wir uns das alles lieber, denn Crysis ist und bleibt der Reinfall des Jahres. Wieder mal ein viel zu aufgebauschtes und medienpräsentes Stück Unterhaltungssoftware, aus dem viel hätte werden können. Hilft aber nix, Potential restlos verschenkt, auf ganzer Linie enttäuschend. Selbst die Next-Generation-Grafik - sofern es einen erschwinglichen PC gibt, der sie auch so darstellen kann, wie es ursprünglich beabsichtigt war - hätte daran nichts mehr geändert. Und schaut man ins Internet, sieht man deutlich, dass ich mit meiner Meinung wohl nicht ganz alleine dastehe. Mittlerweile gibt es mehr Crysis Hilfe- und Meckerforen als Fanseiten. Und abschließend sei all jenen gesagt, denen das Spiel wirklich gefällt: Es sei euch natürlich vergönnt. Viel Spaß beim Weiterzocken. Mir jedoch reicht's! Schnauze voll, Crysis in die Tonne und auf Wiedaschaun! Schließlich gibt's Wichtigeres im Leben, als ein mieses PC-Game! Back To Reality und einen schönen Abend noch da draußen!

Euer krisensicherer Eddy ;-)

Samstag, 1. Dezember 2007

Crysis – ich krieg die KRISE!!!

Vor einigen Tagen war hier noch die Rede von genialen aber kostspieligen Weihnachtsgeschenken, darunter auch einige Spieletitel, die heuer besonders interessant sind. Nun kam ich durch den werten Herrn B. in den Genuss, dieses Wochenende "Crysis" auszutesten. Crysis... viel hat man darüber gelesen, überall hagelt es absolute Traumwertungen, von der Revolution des modernen Shooters ist die Rede. Ich müsste mich Lügen strafen, wenn ich behaupten würde, ich wäre nicht begeistert davon gewesen, was man so liest – doch die Begeisterung hielt nur solange, bis ich Crysis dann installierte. Der erschütternde und sehr emotionale Bericht:

...Crysis = Krise?...


Freitag, 10:00 Uhr, Campus Dieburg: Mein Dealer überreicht mir mit dickem Grinsen und verheißungsvollem Gesichtsausdruck ein kühles Steelbook. Edel sieht das Ganze ja jetzt schon aus. "Crysis – Special Edition" (kostet im Handel teilweise schlappe 60-70 Euro)... der transparente Hartplastikschuber schimmert im Licht der Morgensonne, als ich das Paket in meinem Rucksack verschwinden lasse. "Oh ja, es wird ein sehr schönes Wochenende", dachte ich mir da noch.

Freitag, 20:24 Uhr, Groß-Zimmern: Mein Dealer ruft mich überraschend an und teilt mir mit, er sei zufällig in der Gegend. Die Frage, ob er noch vorbei kommen kann, beantworte ich natürlich mit "Ja". Keine 10 Minuten später steht er in meiner Wohnung und ist ebenso gespannt wie ich. Crysis – klar, wie wäre es, wenn wir's kurz anspielen? Die passende Hardware steht ja bereitwillig rum! ;-)

Freitag, 21:24 Uhr, Notebook: Erster Tobsuchtsanfall! Wie lange kann ein Spiel denn brauchen, bis es mal auf der Platte ist? Nach viel zu langer Installationszeit scheint das Programm dann aber doch fertig. Doch was ist das? Nur 6 GB auf der Festplatte belegt, obwohl auf der Rückseite der Verpackung die Rede von 12 GB ist? Egal, legen wir los. Doch halt, was ist denn jetzt wieder? Weder ein Startmenü-Eintrag, noch ein Shortcut sind auf dem Desktop zu sehen. Sehr dubios, aber für alte Hasen wie uns ja kein großes Ding. Wird die Verknüpfung halt per Hand generiert. Trotzdem darf man sich schon jetzt fragen, was da wohl dahinter steckt? Doch es sollte noch dubioser werden...

Ihr kennt doch sicher alle die AutoRun-Screens verschiedener Spiele, oder? Diese kleinen süßen Fenster, die sich nach dem Einlegen der DVD praktischerweise von selbst öffnen und zu einer Auswahl auffordern. Entweder kann man dort das Spiel "Installieren", wenn es bereits installiert ist "Spielen" oder bequem die Buttons "Read Me", "Updates" und ähnliche Optionen auswählen.

Bei Crysis gibt's sowas auch, nur haben die Buttons keinerlei Funktion. Ich klicke gestern also wie bekloppt auf "Spielen" und nix tut sich. Genauso wenig passiert, wenn ich auf "Exit" klicke oder auf das kleine "X" oben rechts. Was ist denn jetzt kaputt!? Mein DVD-Laufwerk rattert gefährlich laut auf Hochtouren, kommt aber trotzdem nicht in Fahrt. Das Internet weiß wie immer Rat: Ganz klar, ein DVD-Lesefehler, wohl verursacht durch eine neue Art brachialen Kopierschutzes oder ähnliche total nutzlose Schutz-Furzereien, die dem ehrlichen Spieler nur Zeit und Nerven kosten. Das ist verdammt nochmal NICHT kundenfreundlich, liebes Team von Electronic Arts.

Vor allem dann nicht, wenn man sich als rechtschaffender Bürger, der ein original Spiel für 60,- fuckin‘ Euro auf dem Schreibtisch liegen hat, erst einmal einen sehr illegalen Game Fix aus dem Internet besorgen müsste, damit das Spiel überhaupt startet. PFUI TEUFEL! Davon liest man in den Tests "renommierter" Spielezeitschriften natürlich wieder nix. Also fix Game Fix her - vorher geht nämlich gar nix... außer Blackscreen, Game hängt sich auf, keine Rückmeldung, Absturz!

Gut, das kann natürlich auch teilweise an Vista liegen, aber Hölle... wozu steht dann verdammt nochmal "Games For Windows" auf der Hülle, wenn ich doch nur Ärger damit habe!? Die Sehnsucht nach einer Spielkonsole und dem einfachen Einlegen der Silberscheibe sowie damit einhergehenden stressfreien Starten des Games ist bereits jetzt auf dem Höchststand. Dabei haben wir das Spiel noch nicht einmal gesehen.


Freitag, 23:00 Uhr, Gamerhölle: Crysis nervt, Installation nervt, dass das Game nicht starten will nervt noch mehr. Deshalb zocken der B. und ich erstmal was Gescheites. Stranglehold, UT3 Demo und Call Of Duty 4 Demo laufen in nativer Auflösung (1440x900), sensationellen DirectX10-Effekten und allen Details auf maximum wunderbar flüssig und machen richtig Spaß. Alles ist schön, die Welt ist wieder in Ordnung. Mein Dealer verlässt nach der befriedigenden Frägg-Runde meine Bleibe, ich bleibe dagegen zurück... Crysis ebenso. Irgendwie muss man dieses bescheidene Spiel doch zum Laufen kriegen?

Samstag, 00:10 Uhr, Neustart Nr. 6: Nach einigen erfolglosen Versuchen hat es endlich geklappt. Der Titel ist installiert, Punkbuster und ähnlicher Shit gecancelt, ein mehr als fragwürdiges Hilfsmittel aus den Weiten des Web besorgt und schon sehe ich das viel versprechende EA-Logo über den Bildschirm huschen. Was ich sehe gefällt. Ein Menü im feinsten Nano-Suit-Style, etliche Einstellungsmöglichkeiten. Als erstes aktiviere ich natürlich die Gore-Effekte! Wie vorhersehbar und armseelig, was? ;-) Danach geht's an die Systemeinstellungen. Standardmäßig stehen sämtliche Grafikoptionen auf "Mittel", die Auflösung auf "1024x768"... ich lache trocken und mache mich frohen Mutes daran, alles hochzuschrauben. Schwerer Fehler!


ARGH...

Nach einem mehr als beeindruckenden Intro (erinnert ein wenig an den Einstieg des Films "Spider-Man") werde ich ins Spiel versetzt – und sehe erstmal gar nix. Standbild! 1 FPS! BITTE!? Spinn ich oder was!? 1 Frame pro Sekunde? Crysis ist in den hohen Einstellungen also schon mal unspielbar! Klasse! Dass ein Notebook nicht die gleiche Leistung bringen kann wie ein stationärer Gamer-PC ist mir natürlich auch klar, aber so hart bin ich selten vor den Kopf gestoßen worden. Also zurück ins Einstellungsmenü. Nach einigem Hin und Her und vielen Abstrichen läuft das Spiel geeeraaaaadeee so mit einigen Rucklern und Hängern. Die Konfiguration: 1024x768, alle Details auf "Mittel" – wie ganz zu Beginn also! Zurück im Spiel sehe ich mich restlos geschockt und stehe quasi vor den Trümmern einer einst prächtigen Grafikwelt. Die Texturen sind mehr als matschig, die Weitsicht quasi nicht vorhanden, Details und spannende Effekte sucht man vergeblich und die Performance bleibt nach wie vor nur mäßig. Meine Güte, das Spiel sieht in diesen Einstellungen verdammt nochmal beschissener aus als alles, was ich in der letzten Zeit gesehen habe. Zu "Far Cry" (und diese Gegenüberstellung muss es sich jetzt wirklich gefallen lassen) wirklich kein Vergleich. Gut... zwischen beiden Titel liegen natürlich Jahre an Technik und Entwicklung, aber was Crytek hier abliefert ist eine einwandfreie Frechheit. Spielerisch mag das Ganze vielleicht noch überzeugen, aber was ich in der ersten halben Stunde gesehen habe, haut mich auch nicht wirklich vom Hocker. Das hat man irgendwie alles schon mal gesehen (Insel, Koreaner, anfängliche Schleich- und Beobachtungsmission wird durch schlimmen Vorfall zum absoluten Kriegseinsatz, Aliens?), teilweise sogar besser. Der Nano-Suit ist natürlich ein nettes Gimmick und spielerisch fühlt man sich direkt zu Hause, aber was wirklich Neues und Innovatives konnte ich bislang nicht entdecken. Aber wahrscheinlich liegt es nur an der hier ortsbedingten schäbigen Präsentation, weniger an den spielerischen Qualitäten.


In dieser kleinen Version sähe das Ganze ja noch annehmbar aus. Betrachtet man allerdings die Screenshots aus Crysis in der Original-Auflösung (bitte das betreffende Bild anklicken), fallen sofort die detailarme Umgebung, matschige Texturen und hässliche Treppeneffekt auf. :-( Meine Hardware reicht wohl einfach nicht aus um das alles ein wenig hübscher darzustellen, aber darf das bei einem nagelneuen Gaming-PC wirklich der Fall sein?...


Chip.de titelte neulich erst "der perfekte PC für Crysis muss erst noch gebaut werden"! Mittlerweile verstehe ich, was die weisen Leute dort meinen. Wenn ich mir erstmal einen High-End-Rechner für 2000 – 6000 Euro besorgen müsste, um in den vollen Genuss von Crysis in hohen oder gar sehr hohen (Option "sehr hoch" ist erst ab 4 GB Ram überhaupt freigeschaltet) Einstellungen zu kommen, vergeht mir doch ganz klar die Lust am Spielen! Da kommt halt einfach keine Freude auf, sorry, ich hab doch keinen Vollklatscher geschweige dem Geldscheißer!


Fazit...

Ist "Crysis" also nur seiner Zeit schon wieder weit voraus oder sehen wir hier die "fleischgewordene" Dreistigkeit der Spielindustrie, einfach auf Fans mit "älterer" oder weniger leistungsstarker Hardware zu scheißen verzichten? Müsste ich für aktuelle Spiele wirklich so tief in die Tasche greifen, um sie ansprechend zocken zu dürfen?

Ich glaube nicht, denn Unreal Tournament 3, Call Of Duty 4 sowie Stranglehold – alles topaktuelle und grafisch sehr sehr bis ultraschöne Titel, wenn ich das anmerken darf – machen ganz klar vor, dass es auch anders geht. Als aufmerksamer Leser verschiedener Testhefte muss man sich dann also fragen, ob solche Kriterien nicht auch in eine Spielbewertung einfließen dürfen bzw. müssen. Ohne jetzt Namen zu nennen, aber wie kann Crysis bitteschön eine Wertung jenseits der 90er Marke bekommen, wenn doch nur ein Bruchteil der PC-Spieler da draußen überhaupt in der Lage ist, dieses Spiel ansprechend zu erleben? Und diese überzogenen Bewertungen kommen von etlichen Magazinen, die natürlich alle von sich selbst behaupten, die unabhängigsten und härtesten Spiele-Journalisten ever zu sein! Dennoch wird Crysis trotz fehlender Innovationen und unfairen Hardware-Anforderungen in den Himmel gelobt. Jeder Fanboy mit Quadcore Maschine, 8 GB Ram und fetten SLI-Grafikarten wird mich nun natürlich verwünschen, lynchen oder via Teamspeak mindestens schwach anreden wollen, aber das ist meine schlichte Meinung zu dieser "großartigen" Software.

Ich krieg die Crysis Leute... für mich ist der Titel erstmal gestorben. Punkt.

Sonntag, 25. November 2007

Konsolenwahnsinn… nur mal angenommen!

Nur mal angenommen ich hätte die Kohle und die Zeit, mir wirklich diese Gedanken zu machen! Lasst uns doch so kurz vor Weihnachten ein bisschen herum spinnen! ;-)

Folgende Argumente und Erläuterungen wurden übrigens nur "grob" recherchiert und stützen sich auch teilweise auf Aussagen aus einschlägigen Foren. Ich bitte also um Verständnis und gestehe, dass ich dieses eine Mal nicht unbedingt für den hundertprozentigen Wahrheitsgehalt der nachfolgenden Worte bzw. einzelner Theorien gerade stehen kann. Allerdings gehe ich so lange davon aus, dass das hier alles stimmt, bis jemand kommt und mir das Gegenteil BEWEIST:


Die Entscheidung...

Ich stehe also vor der großen Entscheidung – kaufe ich mir jetzt eine Xbox 360 oder doch besser eine Playstation 3? Wie gesagt, alles nur mal angenommen!

Aber selbst, wenn wir nur mal annehmen: Mit der Xbox 360 fängt es doch schon an! Ich wusste gar nicht, was man beim Konsolenkauf alles falsch machen kann. Die Xbox 360 gibt es nämlich nicht nur einmal… NÖÖÖ! Die gibt’s in zig verschiedenen Versionen und streng genommen sind nur zwei davon wirklich zu gebrauchen. Bringen wir also Licht ins Mysterium Xbox 360.

Da hätten wir einmal die so genannte Xbox 360 "Core" Edition. Es erfordert nicht viel an Recherche und man bemerkt schnell, dass es sich bei der "Core" um das wohl älteste Modell der Xbox 360 handelt. Ein Controller mit Kabel (DAS nenne ich mal wirklich veraltet), keine Festplatte, kein passendes Kabel für HD-TV und laut Aussagen einiger Besitzer auch sehr wählerisch, was die Spiele angeht. Sprich: Das Teil hängt sich oft auf. Gut – dann also schon mal keine "Core".

Dann wollen sie einem als nächstes im Media Markt, in dem ich gestern zufällig auch war, dauernd diese beschissene bescheidene "Arcade" Version andrehen. Einen schönen giftgrünen Karton hat die ja auch, aber das war‘s dann auch fast schon. Gut, sie hat bereits einen Wireless-Controller und HDMI-Port, aber das hilft alles nix, wenn immer noch keine Festplatte mit an Bord ist und sich die Spiele dank recht veralteter Konstruktion genau so oft aufhängen, wie bei der "Core" Edition. Das sagen zumindest die Fanboys. Da tröstet auch nicht die beliegende DVD mit "Arcade"-Spielen… oder besser gesagt eine DVD mit 2 Arcade-Demos und einigen schlecht programmierten 10-Minutenversionen alter Klassiker. Wirklich drauf geschissen – also auch keinen giftgrünen "Arcade"-Biomüll.


Und nu?

Was gibt’s denn sonst noch!? Ja… hier und da läuft einem doch tatsächlich ein "Bundle" über den Weg. Kein Mensch - oder zumindest ich - braucht Forza Motorsport 2 und Viva Piñata gebündelt, vor allem, wenn gemunkelt wird, dass es sich bei den "Bundles" teilweise um ältere Versionen der "Premium" Edition handelt. Diese älteren Versionen sind meistens ein wenig hitzeanfällig, was zum – in Fanboykreisen gefürchteten – "Red Ring Of Death" führen kann. Was das heißt!? Grob gesagt: Alles leuchtet rot und nix geht mehr – Hitzeschock, Konsole stürzt ab, Scheiße!

Was bleibt dem geneigten Käufer also übrig!? Viel Recherche und ein ehrlicher Fachhändler, denn wenn man sich die "Premium" Edition schon holt (mit Wireless Controller, 20 GB Festplatte, HDMI-Port und ein paar Kabeln), dann sollte man auch dringend darauf achten, dass das verbaute Laufwerk nicht von Hitachi oder Philips ist, sondern am allerbesten von Samsung. Das soll nämlich das einzige sein, dass einem beim Zocken vor lauter Lärm nicht die Ohren wegbläst. Woran man das erkennt? Fanboys erkennen das am jeweiligen Balkencode auf der Produktverpackung. Ist dieser schön schwarz, dicht gedrängt und damit im Ganzen eher dunkel, sollte man zugreifen. Ist es dagegen ein hellerer Barcode mit mehr Freiraum und nur vereinzelt richtig dicken schwarzen Balken, dann Finger weg! Düstere Legende? Genau so verhält es sich übrigens auch mit dem Herstellungsdatum der Konsole. Das Ganze sollte schon eine – Wirklich ganz echt und voll ehrlich, Yo! – "neue" Konsole sein (mindestens 09/07), denn wie sonst soll man sicher gehen, dass der verbaute Prozessor auch im neuen 65nm Verfahren gefertigt wurde und somit stromsparender und vor allem nicht mehr ganz so "Ring Of Death" – anfällig ist, da diese Konsolentypen auch besser gekühlt werden? Blickt ihr noch durch, ja?


Confused...

Nein... eher mal seufzen. Das ist jetzt schon richtig anstrengend, was? Wie entgeht man dem ganzen Xbox-Dilemma also!? Entweder man kauft sich die wirklich elegante (sie ist im Gegensatz zu allen anderen Varianten nicht weiß oder im schimmligen "Halo"-Design, sondern tiefschwarz mit teilweise Akzenten von Klavierlack gehalten) Xbox 360 "Elite" Edition und ist mit 120 GB Festplatte, Headset, HDMI sowie allen wichtigen Kabeln wunschlos glücklich aber auch um 450,- Tacken ärmer – oder man greift zur Playstation 3! Würde auch passen, denn eigentlich wollte ich Bill Gates ja kein Geld mehr geben! ;-)

Die liebe Playstation 3 – sie hat gegenüber der Xbox 360 im Grunde schon ab Start einen sehr schweren bzw. schlechten Stand, nicht zuletzt, weil PS3-Spiele im Schnitt 10,- Euro teurer sind und es weit nicht so viele und vor allem GUTE Titel gibt, wie für die Xbox 360 (Ich sage an der Stelle nur "Bioshock", "Dead Dawn Of The Rising, oder so ähnlich" und "BOOMER Of War"). ;-) Aber zurück zum Anfang: Die PS3-Variante mit 60 GB Festplatte war schon zum Verkaufsstart so unverschämt teuer, dass sich viele Zocker verschreckt wieder in ihre Gamerhöllen zurück gezogen haben. Eine schöne Pleite für Sony! Allerdings hat die PS3 als einzige "Next Generation"-Konsole ein High-Definition-Laufwerk ab Werk verbaut: Blue-Ray! Will man filmischen HD-Genuss auf der Xbox 360, muss man sich das HD-DVD-Laufwerk für teures Geld erstmal extra dazu kaufen! Autsch! Da hätte Microsoft mit der "Elite" Edition ja mal anständig punkten können, hätten sie dieser Konsolenvariante das HD-Laufwerk spendiert, was dann übrigens auch den sehr hohen Preis gerechtfertigt hätte. So bleibt es bei der PS3 und Blue-Ray! Und solange es Sony gibt, wird es auch Blue-Ray geben und die Hauskonsole ist somit ein nicht perfekter, aber solider Player für solche Scheiben… ganz zu schweigen von den ungeahnten Möglichkeit für Spielentwickler, denn Blue-Ray hat einiges mehr an Speichervolumen zu bieten, als eine normale DVD.


Marketing-Desaster...

Leider sind die Leute von Sony aber auch ein kleines bisschen doof unverschämt. So unverschämt sogar, dass sie vor einigen Wochen eine 399,- Euro Variante der PS3 auf den Markt geschleudert haben. Klingt zunächst richtig verlockend, vor allem weil diese Variante ein paar Features weggelassen hat, die ohnehin keiner braucht (also ehrlich, wer benötigt schon einen Cardreader an einer Spielkonsole?). Tja, aber leider muss man jetzt auch mit einer um 20 GB abgespeckten Festplatte und dem traurigen Umstand leben, dass weder Playstation 2 Games, noch die kultigen Nostalgietitel der allerersten Ur-Playstation auf dem Ding laufen… und davon hätte ich zu Hause sogar noch ne ordentliche Handvoll rumliegen. Abwärtskompatibilität? Nix da! Wollen die Leute anscheinend nicht, oder wittere ich hier frei nach Dozent D. einfach nur schlechtes Marketing!? Jedenfalls verprellt man so zukünftige Kunden wie mich, die schon anno dazu mal einen Haufen Geld in eine graue Kultkonsole gesteckt haben... danke für das Negativ-Beispiel Sony! Stimmt so nicht ganz: Siehe hier!

Was bringt mir denn bitte eine PS3 mit vollen 1080p HD-Unterstützung, tollen Spielen und einem ultraeleganten Auftreten, wenn ich meine alten Games nicht mehr zocken kann!? Eine Frechheit… vor allem, weil es die 40 GB – Variante nicht etwa "zusätzlich" gibt. Nein, diese Variante ersetzt die anfängliche 60 GB – PS3 in Deutschland, welche nun nicht weiter produziert wird, aus dem Handel zum größten Teil bereits verschwunden ist oder - falls doch noch vorhanden - wirklich unverschämt viel Geld kostet. Wohl dem, der noch dieses Pack ergattert. Aber wer will das schon zu diesem Preis!? Nachtrag: Auch das stimmt nicht mehr ganz. Der Preis wurde auf 499,- Euro reduziert! Näheres siehe ganz unten!


Pest oder Cholera?

Was soll man also tun? Am besten gar nix und auf bessere Zeiten oder eine schöne Xbox 360 Elite zu vernünftigen Preisen hoffen. Oder auf den Lotto-Gewinn, dann werden einfach beide Konsolen gekauft. Oder man kauft eine Nintendo Wii. Eine Wii, die es nicht im Geringsten wert ist, jemals auf einem FullHD-TV zu laufen. Eine reine Spaß- und Partykonsole, die mit erstaunlicher und atemberaubender "Next Generation"-Grafik, echter HD-Auflösung und reichlich Auswahl an Spielen für Erwachsene ("Manhunt" zählt hier nicht, das ist was für die kranken Menschen) so gar nix am Hut hat und schon allein deswegen komplett an meinen Anforderungen und Erwartungen an eine Konsole vorbei schrammt. Dafür gibt's den Muskelkater, dank wirklich innovativer Steuerung und der damit verbundenen und sehr intensiven Bewegung beim Spielen, aber frei Haus mitgeliefert. Und diesen Muskelkater habe ich nach der letzten Zock-Nacht beim werten Herrn B. – keine Frage! Aber lustig war's… und die Babes stehen anscheinend drauf! ;-)


Aufwachen...

In diesem Sinne verlassen wir unseren kleinen Ausflug in die Gefilde von "nur mal angenommen" wieder und werfen stattdessen einen gütigen Blick auf den ernüchternden studentischen Kontostand, der durch jüngste Ausgaben eh schon belastet genug ist. Lang genug hat dieser Exkurs gedauert (Hey, knapp 1.400 Wörter und verworrener Schreibstil sind wahrlich kein Pappenstil), aber vielleicht spreche ich ja dem ein oder anderen aus der Seele, denn im Dschungel der derzeitigen Konsolen ist guter Rat sehr teuer. Wo undurchdringliche Verwirrung, bewucherter Preiskampf und hochgiftige Kundenverarsche herrschen, kann man sich auf nichts verlassen – außer vielleicht auf die eigene Machete! ;-)


Nachtrag um 16:45 Uhr: Schon erreichen mich erste private Nachrichten von PS3 Fans, dass ich ein wenig ungerecht war in meinem Beitrag. Argumente: Online-Gaming bei der PS3 ist kostenlos (Xbox Live Gold zum Onlinespielen kostet teuer Geld), die PS3 ist von Haus aus angenehm leise und außerdem ist ab Werk WLAN integriert, was bei Microsoft wiederrum einiges mehr kosten würde, da man einen nicht ganz billigen Zubehöradapter braucht. Und wenn ich mir schon eine Konsole ins Wohnzimmer stelle, dann doch eine mit WLAN! Die wenigsten haben nämlich ihren Router in Kabelnähe oder die Internetdose an der Wand im Wohnzimmer.

Außerdem kommt das Gerücht auf, dass ich mit der neuen 40 GB PS3 trotzdem meine alten PSone-Titel zocken könnte! Okay Leute, was stimmt denn jetzt!? Trifft das nämlich zu, wäre die PS3 wieder hart im Rennen! ...natürlich "nur mal angenommen"! ;-)


Nachtrag um 17:15 Uhr: Okay, aufgemerkt. So wie es aussieht, gibt es einige Details zur PS3 Diskussion sogar hochoffiziell. Hier der Auszug aus einer Sony-Pressemitteilung, die mir gerade in die Finger gekommen ist:

"Das neue PS3-System bietet einen preisgünstigen Einstieg in die Welt des Gaming und Entertainment in High Definition und umfasst sämtliche Funktionen, die das PLAYSTATION 3-Erlebnis ausmachen: Gameplay der nächsten Generation, Blu-ray-Filme in High Definition, SIXAXIS Wireless-Steuerung, WiFi- und HDMI-Verbindung - alles mit der Leistungskraft der Cell Broadband Engine, dem digitalen Herzstück der PS3.

Das bestehende Starter Pack mit 60 GB PS3 einschließlich umfassenden Funktion zur Abwärtskompatibilität, einem zusätzlichen SIXAXIS Wireless-Controller und zwei Sony-Spielen wird auf 499,95 € reduziert. Das 60 GB-Modell wird erhältlich sein, solange der Vorrat reicht, und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für passionierte Gamer, die in den Genuss der High Definition-Funktionen des PS3-Systems gelangen möchten. Ab jetzt wird für die SCEE-Territorien nur noch das neue 40-GB-Modell hergestellt.
"

Fassen wir das zusammen, hat die PS3 selbst gegenüber der Xbox 360 Elite zumindest technisch deutlich die Nase vorn. Denn für nur 50,- Euro mehr, gibt es die Sonykonsole mit Blue-Ray, WLAN, 1080p statt skalierten 720p, zwei Controllern und zwei dicken Spielen im Bundle.

Und selbst diejenigen, die nur noch die 40 GB Variante erwischen, bekommen für 50,- Euro weniger gegenüber der Xbox 360 Elite die Sonykonsole mit Full-HD, WLAN, 20 GB mehr Festplattenspeicher und das HD-Laufwerk! Das sind sehr gute Gründe, auch wenn man PS2-Titel nicht mehr spielen kann (wäre bei mir z.B. komplett Wurscht, da ich nie eine PS2 hatte) und es bis dato im Gegensatz zur Xbox nicht die riesige Auswahl an Spielen gibt. Aber das ist wiederrum ein Faktor, der sich schnell ändern kann.

... nur mal angenommen! ;-)

Dienstag, 30. Oktober 2007

Blame Halo 3...

Ich kann es weder verstehen, noch nachvollziehen. Das Spiel ist nämlich in meinen Augen echt grottig und furchtbar langweilig. ;-) Vor allem, wenn man es mit "Giirs Öf Wär" vergleicht, was der Erbschleicher und ich letzte Woche ausgiebig getan haben. Trotzdem ist der Song ganz witzig, vor allem der Hint zum Schluss! ;-) Leute gibt's... anscheinend auch welche, die Halo 3 - addicted sind! Verrückt!

Samstag, 13. Oktober 2007

Demo angezockt... Call Of Duty 4

Ich kauere hinter einem brennenden Autowrack mitten im Nirgendwo. Es ist verdammt heiß. Der Himmel ist blutrot gefärbt, genauso wie die Pfützen, die den sonst so staubigen Asphalt bedecken. Was ich vernehme sind Rauch und Zerstörung, Chaos und Schreie, die Schlieren des heißen Gefechts in der Luft und Flugabwehrfeuer rings um meine Stellung. BAMM, BAMM, BAMM! Meine kalten Hände umfassen den Griff des Sturmgewehrs. Was für ein Wahnsinn! Was mach ich hier eigentlich? Scheiße Mann, DIE SCHIESSEN AUF MICH! Irgendjemand schreit "Los Jackson, vorrücken!" Doch ich kann mich nicht bewegen, meine Glieder rühren sich nicht, ich sitze nur da, starre nach vorne, der Schweiß rinnt mein Gesicht hinab, irgendetwas lähmt mich. Es ist die Angst...

So oder so ähnlich würde ich den Demoeinstieg von "Call Of Duty 4 - Modern Warfare" beschreiben. Grundsätzlich bin ich ja kein Fan von Kriegs-Shootern. Vor allem nicht, wenn es um den mittlerweile herbe ausgelutschten Zweiten Weltkrieg geht. Aus der ganzen Sache bin ich irgendwie raus. Ich mag lieber die Action weitab vom "Schlachtfeld mit allzu realem Hintergrund"... Unreal Tournament, Max Schmerz, Far Cry oder Grand Theft Auto. Da fühl ich mich zu Hause, da hab ich kein schlechtes Gewissen! ;-) Ob "C.O.D. 4" daran etwas ändern wird!?

...Call Of Duty 4: Modern Warfare...


Wohl kaum. Es ist Krieg! Besser kann man das Spiel nicht beschreiben. Wirklich angsteinflößend, wie wirklichkeitsgetreu man diesen amerikanischen Soldaten durchs Kriegsgebiet steuert. Und alles riecht irgendwie nach Taliban, "iRack und iRan"! Das ist mir dann schon ne Spur zu realitätsverliebt.

Aber fernab dieser moralischen Bedenken muss ich sagen: Wow! WOW! Was für ein Shooter! Die Grafik ist milde ausgedrückt berauschend, die Effekte der absolute Irrsinn. Wenn ich durch das Zielfernrohr schaue und die Unschärfeeffekte jede Erschütterung nachzeichnen und mir eine Tiefenschärfe präsentieren, die realistischer nicht sein könnte, dann jubelt mein Gamerherz. Auch die Steuerung kommt sofort intuitiv daher, was dem Gameplay direkt gut tut. Dazu kommt das hervorragende Balancing der Waffen und die einfallsreichen Aufträge, die schon im kurzen Demoabschnitt eine Herausforderung darstellen.

Alles in Allem kommt hier also ein ordentlicher Gegner und somit die erste richtige Bedrohung für "Bioshock" daher. Der Thron wackelt meine Freunde... ;-)

More: Offizielle Homepage
Mr.Freeze schreibt: Die Megademo
Blogoff schreib ebenfalls: Ich, der Killerspieler!

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Ich bin Chow Yun-Fat...

Alle Welt zockt! Der Eddy neuerdings auch wieder, dank passablem Hardware-Upgrade. Und obwohl meine Wahl eigentlich auf "Bioshock" fallen wollte, kam mir doch "John Woo präsentiert Stranglehold" in der garantiert unbeschnibbelten EU-Fassung zuerst auf die Festplatte. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, da Bioshock auf einigen Rechnern (und da muss ich meinen nach dem ausführlichen Demotest leider mit einbeziehen) enorme Probleme macht. Da warten wir mal lieber auf den ersten Patch und eine satte Preissenkung! ;-)

Zurück zum Superhelden mit dem verbissenen Blick. So sind wir also in Hong Kong, statt unter Wasser. Und statt fettem Zukunftsdoping und fiesen Schlitzergesellen in feuchtfröhlicher Aquariumskuschelatmosphäre, gibt's anständig auf die Glocke. Die Schlacht wütet dabei in verdreckten Hinterhöfen, bergigen Asia-Landschaften mit feinen Drogenlabors, einem großen Casino, einem modernen Wolkenkratzer, einem naturhistorischen Museum in Chicago und wer weiß schon wohin mich mein Weg sonst noch führt.

Für das Betrachten der wunderschön gestalteten Umgebung bleibt ohnehin keine Zeit. Überall nur Gegner und Kugelhagel, Explosionen, leere Patronenhülsen und massig Trümmer fliegen durch die Luft. Wirklich alle beweglichen Dekomaterialien, sowie teilweise Gebäude und Mauerwerk sind komplett zerstörbar und sausen einem nur so um die Ohren. Ein Adrenalinkick pur, ein Spielerlebnis der schnellen und brachialen Sorte und sobald die Max Schmerz - typische "Bullet Time" aktiviert wird, sogar noch surreal schön. Vom Gewaltlevel ganz zu schweigen. Holla... da fließen die Lebenssäfte in Sturzbächen. Detailliertere Animationen des Ablebens gab's wohl auch nur selten bisher. Dank Physik-Engine und netten Features, wie etwa dem "Snipermodus", einem "Berserkerupgrade" oder dem Chinaröllchen (die Spielfigur dreht sich schön animiert im Kreis und schießt alle Gegner im Umfeld selbstständig zu Brei, während weißes Federgetier in die Lüfte steigt.)


Story? Hä?

Tja, nur leider hat dieses Spiel nicht nur einen Haken. Die Story - so schön und unterhaltsam Rachegelüste auch sein mögen - kommt einfach nicht richtig in Fahrt. Da strengt sich das Spiel durch stylische und wirklich fabelhaft inszenierte Zwischensequenzen in grandioser Spielgrafik zwar an, ein wenig Atmosphäre aufzubauen, nur geht das bisschen Geschichte dann wieder im endlos tumben Geballer der schier unzählbaren Gegnermassen unter. Was war noch mal los? Wieso mach ich das alles? Achja, mein Babe, das ich vor beinahe zwei Jahrzehnten geliebt habe, ist entführt worden und ihr Vater ohnehin ein Arschloch von Gangsterboss. Irgendein Kumpel von mir ist ja auch noch Undercover unterwegs. Achja, und ganz am Anfang haben sie ja einen Kollegen von mir exekutiert. Nur wer war das? Die chinesische Mafia, die Hong Kong Gangs, die Russen? Wie passt das alles zusammen und warum? Egal, lass mal lieber alle umnieten...



(Der Klick auf das Bild führt zur Offiziellen Stranglehold-Page)


Wirklich eine fiese Geschichte ist das auch mit diesen scheißdoofen Gegnern, die ihren Mangel an "Künstlicher Intelligenz" durch nicht enden wollendes Wiederauferstehen wett machen, solange man nicht endlich die fest bestimmten Triggerpunkte in der strikt linearen Spielwelt überschreitet. Nervig auch der hohe Schwierigkeitsgrad, der mich schon an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Mal ehrlich Leute... ich bin kein Neuling auf dem Gebiet und in "Normal" sollte ein Third-Personer doch schon zu schaffen sein, wenn es denn noch Spaß machen soll. Fest vorgegebene Kontrollpunkte statt freiem Speichern lassen den Frust da nur noch wachsen und treiben mir vor allem bei den knüppelharten Bossgegnern nicht nur Tränen in die Augen, sondern die Galle in Richtung Gaumenzäpfchen. So kann man die Spielzeit natürlich auch verlängern.


John Wer?

Wem haben wir das Ganze eigentlich zu verdanken, neben den Entwicklern von "Midway" und Konsorten? Ja klar, John Woo... ihr wisst schon!? Der Action-Regisseur mit dem Vogel-Fetisch. Nur macht dieser Umstand das Spiel nicht unbedingt besser. Auch nicht der Hauptcharakter Inspektor Tequila, besser bekannt als Schauspieler "Chow Yun-Fat", der im Jahr 1992 in einem berüchtigten Film namens "Hard Boiled" den Grundstein für dieses Game legte. "Hard Boiled" war übrigens die letzte Hong Kong-Produktion, bevor Johnboy nach Hollywood ging. Wäre er besser mal im Reich der aufgehenden Sonne geblieben!?



(Der Klick auf das Bild führt zur Offiziellen Stranglehold-Page)


Naja, wollen wir es mal nicht so drastisch sehen. "Stranglehold" verschenkt zwar einiges an Potential, ist aber trotzdem ein solider, wirklich cooler, wenn auch eisenharter Shooter. Den ohnehin schon hohen Bodycount des Filmvorgängers (307 Gangster in der ungeschnittenen Fassung) knackt man allemal. Gorehounds wie ich kommen ebenfalls auf ihre Kosten und für ein bisschen monotones Geballer sind wir ja alle gern zu haben. Außerdem steht die digitale Version von Chow Yun-Fat dem echten Mann aus Fleisch und Blut in nichts nach. Der Typ hat einfach die Ruhe weg, wenn er sich da geradezu schmerzlich übertrieben und mit anmutiger Akrobatik durch die einzelnen Levels bombt und turnt. Da macht's dann auch nix, dass das Spiel für erfahrene Zocker nach 8 Stunden schon wieder vorbei ist. Länger hätte mich das eintönige Bleipusten, aufgrund des fehlenden Tiefgangs, eh nicht fesseln geschweige dem in seinem "Würgegriff" halten können.


Fazit: "Stranglehold" war gut gemeint, litt jedoch unter zu großem Medienrummel und gilt nun nur noch als Lückenfüller für all jene, die immer noch hoffen, dass ein dritter Teil der Max Schmerz - Saga doch bald erscheine. So ist das mit den großen Erwartungen. "John Woo" und "Chow Yun-Fat" sind selbstverständlich große Namen, die dem Spiel auch in der zensierten deutschen Fassung reißenden Absatz garantieren werden. Doch wenn ich ganz ehrlich bin, ist "Stranglehold" nur das wesentlich schlechtere Max Payne (2). Gab es bei diesen Vergleichstiteln nämlich noch so etwas wie echte Abwechslung und eine wirklich famose und fesselende Geschichte, die dem "Game Noir" würdig war, haben Max und Tequila unterm Strich nur zwei Sachen gemein: Die Zeitlupe und die Indizierung hierzulande. Was bleibt? Eine Erkenntnis! Nämlich: Ich bin Chow Yun-Fat und sehe überall nur Tauben.

Wertung: 4 von 6 möglichen Punkten.
Gutes Game für zwischendurch, das leider kleine Schwächen aufweist.

~ eddys welt

Worte sind Waffen... und Bilder sagen mehr als tausend Worte!

~ Hören

~ Flickr

~ Search

 

~ User

Du bist nicht angemeldet.

~ Aktuell

yeah...
und wie ich sagen muss ein sehr, sehr, sehr tighter...
der bro?! (anonym) - 4. Jul, 15:18
Solange der Eddy noch...
Solange der Eddy noch warten "kann" ist alles relaxed!...
Mr.Edding - 3. Jul, 19:38
E.U.G.,P.XYZ³: Nachtrag...
Der B. hatte heute vielleicht gute News für mich:...
Mr.Edding - 3. Jul, 19:35
Die Nummer mit dr 360...
Die Nummer mit dr 360 ist ja die Härte. Wie lange...
Mr-Freeze - 3. Jul, 06:49
Gut... das beantwortet...
Gut... das beantwortet zumindest meine Frage! Also...
Mr.Edding - 2. Jul, 22:44
sosososo
soll das eine Anspielung sein??? ;) Der Bro sagt mal...
freakofgod - 2. Jul, 22:27

~ Archiv

Juli 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 1 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 

~ Status

Online seit 1183 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 4. Jul, 15:18

Alltägliches
Film
Games
Impressum
Musik
Photography
Skurriles
Tagebuch
Weblogs
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren