Sin City... das große Review!
Intro
Nachts. Eine schöne junge Frau, vermutlich blond, steht in einem auffällig roten Abendkleid an der Brüstung eines schäbigen Balkons, dessen feuchte Fließen im Mondlicht schimmern. Ihr leerer Blick schweift über die Skyline der Stadt; Sin City. Sie fröstelt, sieht aus wie das letzte Blatt eines sterbenden Baumes im Herbstwind.
Als Josh Hartnett zu ihr stößt und ihr eine Zigarette anbietet, lächelt sie scheu. Er erzählt ihr das Blaue vom Himmel, sei ihr schon seit Tagen gefolgt. Sie wäre ihm aufgefallen. Nicht nur ihre Figur und das wunderschöne Gesicht, ihre Stimme... nein. Es seien ihre Augen, die ihn so faszinieren würden.
Als es zu regnen beginnt zieht er sie sanft zu sich und gibt ihr den letzten Kuss ihres Lebens. Noch bevor der gedämpfte Schuss seiner Waffe in der Ferne verstummt, sinkt die junge Frau in seinen Armen zusammen. The lady in red is dead...
Ein Mach(t)werk
Dies soll das einleitende Intro des wohl faszinierenden Films des Jahres sein. "Sin City" erzählt Episodenartig drei Geschichten dreier großer Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, jedoch eines gemeinsam haben: Gewalt, Brutalität, Schmerz und Liebe.
Faszinierende Blutorgie...
Mehr soll an dieser Stelle auch nicht mehr verraten werden, denn nach dem ersten Storyhappen wird direkt die Geschichte von Marv und Goldie erzählt. Marv (Mickey Rourke), wohl irgendwie ein Superheld mit übermenschlichen Kräften, versucht in diesem Teil der Story den Tod seiner einzig wahren Liebe zu rächen und schlachtet sich während dessen munter über die Leinwand, verliert dabei auch seine alte Bekannte Lucille. Auch im dritten Teil der Episodenstory geht es kämpferisch zu, wenn das Nuttenviertel der Stadt den Aufstand probt und Clive Owen (Dwight) Benicio Del Toro (Jackie Boy) tot durch die Gegend fährt (Diese Szene wurde übrigens von Gastregisseur Quentin Tarantino gedreht und sorgt für einige Lacher).
Fazit: Ein Kunstwerk
"Sin City" ist schlichtweg ein Kunstwerk. Zutreffender kann man dieses Stück Filmgeschichte einfach nicht beschrieben, denn noch nie war eine Comic-Verfilmung so originell, so grotesk, so melancholisch und die menschlichen Abgründe aufzeigend, so einzigartig und so verdammt nah am Original. Wenn man Frank Millers Geschichten mit dem Leinwandresultat vergleicht, sind die Bilder überwiegend deckungsgleich. Selbst die Dialoge wurden (zumindest im O-Ton) eins zu eins übernommen. Was will man mehr? Ein Kinobesuch lohnt sich in jedem Fall, doch starke Nerven sollte man schon mitbringen, sonst ist die ein oder andere Szene schwer zu verdauen.
Geht also ins Kino und lasst euch beeindrucken. Ob ihr "Sin City" danach abgöttisch liebt oder hasst ist egal... man muss diesen auf Zelluloid gebannten (Alp)Traum eines jeden Filmfans einfach gesehen haben.
Nachts. Eine schöne junge Frau, vermutlich blond, steht in einem auffällig roten Abendkleid an der Brüstung eines schäbigen Balkons, dessen feuchte Fließen im Mondlicht schimmern. Ihr leerer Blick schweift über die Skyline der Stadt; Sin City. Sie fröstelt, sieht aus wie das letzte Blatt eines sterbenden Baumes im Herbstwind.
Als Josh Hartnett zu ihr stößt und ihr eine Zigarette anbietet, lächelt sie scheu. Er erzählt ihr das Blaue vom Himmel, sei ihr schon seit Tagen gefolgt. Sie wäre ihm aufgefallen. Nicht nur ihre Figur und das wunderschöne Gesicht, ihre Stimme... nein. Es seien ihre Augen, die ihn so faszinieren würden.
Als es zu regnen beginnt zieht er sie sanft zu sich und gibt ihr den letzten Kuss ihres Lebens. Noch bevor der gedämpfte Schuss seiner Waffe in der Ferne verstummt, sinkt die junge Frau in seinen Armen zusammen. The lady in red is dead...
Ein Mach(t)werk
Dies soll das einleitende Intro des wohl faszinierenden Films des Jahres sein. "Sin City" erzählt Episodenartig drei Geschichten dreier großer Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, jedoch eines gemeinsam haben: Gewalt, Brutalität, Schmerz und Liebe.

"Hartigan..." Foto: Buena Vista
"Film Noir" in seiner Bestform. Los gehts mit dem gestrandeten Cop Hartigan (Bruce Willis), der wie einst "Max Payne" in absoluter Comicpose und Schmerzen in der Brust auf seinem letzten Weg ist. "Last day on the job" vor der frühzeitigen Rente. Es gilt ein süßes 11jähriges Mädchen (Nancy Callahan, später verkörpert von Jessica Alba) aus den Fängen eines verrückten Kinderschänders (Nick Stahl) zu befreien. Nachdem die Laufburschen erledigt sind kommt es zum Kampf... der Schurke verliert während dessen sein linkes Ohr, seinen rechten Arm und seine Familienjuwelen... dies soll jedoch nur der Anfang sein.Faszinierende Blutorgie...
Mehr soll an dieser Stelle auch nicht mehr verraten werden, denn nach dem ersten Storyhappen wird direkt die Geschichte von Marv und Goldie erzählt. Marv (Mickey Rourke), wohl irgendwie ein Superheld mit übermenschlichen Kräften, versucht in diesem Teil der Story den Tod seiner einzig wahren Liebe zu rächen und schlachtet sich während dessen munter über die Leinwand, verliert dabei auch seine alte Bekannte Lucille. Auch im dritten Teil der Episodenstory geht es kämpferisch zu, wenn das Nuttenviertel der Stadt den Aufstand probt und Clive Owen (Dwight) Benicio Del Toro (Jackie Boy) tot durch die Gegend fährt (Diese Szene wurde übrigens von Gastregisseur Quentin Tarantino gedreht und sorgt für einige Lacher).

"Marv & Lucille..." Foto: Buena Vista
Insgesamt ist "Sin City" eine comichafte Gewaltorgie, die nicht zuletzt aufgrund der außergewöhnlichen Gestaltung, des Stils und der Umsetzung (Kulissen sind komplett am Computer entstanden) zu faszinieren weiß. Anfangs fällt das Brutale des Films gar nicht so stark auf, da auf Farben im Großteil, bis auf einige Ausnahmen (Augen, Lichtschein,...), verzichtet wird. Doch nach und nach färbt sich zumindest das Blut dauerhaft und man merkt auch, dass "Sin City" nicht nur vor rotem (oder auch teilweise gelbem) Lebenssaft strotzt, sondern auch mit durchgängig harter Gesellschaftskritik aufwarten kann. Die dort beschriebene Welt ist zumindest der unsrigen nicht mehr ganz unähnlich: Eine Welt, in der Raubtierkapitalismus vorherrscht.Fazit: Ein Kunstwerk
"Sin City" ist schlichtweg ein Kunstwerk. Zutreffender kann man dieses Stück Filmgeschichte einfach nicht beschrieben, denn noch nie war eine Comic-Verfilmung so originell, so grotesk, so melancholisch und die menschlichen Abgründe aufzeigend, so einzigartig und so verdammt nah am Original. Wenn man Frank Millers Geschichten mit dem Leinwandresultat vergleicht, sind die Bilder überwiegend deckungsgleich. Selbst die Dialoge wurden (zumindest im O-Ton) eins zu eins übernommen. Was will man mehr? Ein Kinobesuch lohnt sich in jedem Fall, doch starke Nerven sollte man schon mitbringen, sonst ist die ein oder andere Szene schwer zu verdauen.

"Nancy & That Yellow Bastard..." Foto: Buena Vista
Ein großes Blatt titelte einst sinngemäß: "Wenn Kill Bill der Tritt in den Arsch der Filmkultur war, dann ist Sin City ganz klar der satte Kick in die Eier..."! Der Film rockt ohne Zweifel. Wunderschöne, wenn auch surreale Bilder, übertriebene comichafte Gewalt, drei Storylines, die perfekt ineinander greifen und ein mächtiges Staraufgebot, dass derzeit Seinesgleichen sucht. Regisseur Robert Rodriguez hat wirklich ganze Arbeit geleistet, verdient für dieses geniale und ganz große Kino gebührenden Respekt und Anerkennung, da er etwas geschaffen hat, das bislang einzigartig ist und hoffentlich bald eine Fortsetzung verdient.Geht also ins Kino und lasst euch beeindrucken. Ob ihr "Sin City" danach abgöttisch liebt oder hasst ist egal... man muss diesen auf Zelluloid gebannten (
Mr.Edding - 12. Aug, 21:40









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