Wenn der Konsolero müde lächelt...
Gar schlechte Zeiten für PC-Zocker. Wenn man den aktuellen Test zu einem der ganz großen Spiele des Jahres liest - nämlich GTA IV - dann kann man als Konsolen-Rocker doch wirklich nur Mitleid haben und winkend eine 360 Arcade für gute 170,- Öcken empfehlen.
Dabei ist meine PC-Zockerzeit noch gar nicht so lange her. Doch vermissen werde ich diesen ganzen Stress nie - niemals. Es ist doch wirklich eine absolute Frechheit. Dass es da draußen überhaupt noch Games-Begeisterte gibt, die sich freiwillig diesen Unfug antun? Das aktuelle Beispiel: GTA IV erfordert noch bevor das eigentliche Spiel überhaupt installiert werden darf, die Installation von bis zu sieben (7!!!) zusätzlichen Programmen; Updates für Grafiktreiber, Sound und anderes Gedöns noch gar nicht eingerechnet. Ja sag mal spinnen die komplett!?
Man sitzt also erstmal ne gute Stunde vorm Rechner, kämpft sich durch Rockstars Social Club, Games for Windows Live und andere idiotische Sicherheitsmaßnahmen, die den Preis der Software eh nur künstlich oben halten, bis man zur Belohnung dann endlich einer quälend langsamen Installation des Spiels zuschauen darf: Insgesamt 15 GB besetzt GTA IV auf der Festplatte. Autsch! Und dann folgt die harsche Ernüchterung: Grafikoptionen sind ab Werk stark eingegrenzt und ist man Besitzer eines ATI-Beschleunigers, dann schaut man erstmal anständig in die Röhre. Unschöne Grafikfehler, Pop-Ups und kantiges Gekröse auf dem teuren TFT. Da kannst du dir als PC-Fanboy doch die Hardware für 2k aufwärts mal ganz gepflegt zwischen die Arschbacken reiben.
Kommentar(los)
So sehr ich auch Fan und Befürworter von 4player.de bin: Auf die massive Bug-Kritik und den wütenden Mob in etlichen Foren hätte man ein wenig geschickter reagieren können, als mit diesem arg einfach konstruierten Kommentar von Chefredakteur Jörg Luibl. In meinen Augen hat das Drumherum zum eigentlich guten Spiel nämlich SEHR WOHL mit Spielspaß, Kundenfreundlichkeit und Bequemlichkeit zu tun; und somit auch mit der Wertung des Gesamtpaketes. Jeder Konsolenbesitzer kann angesichts der Kritikpunkte nur müde lächeln. Lange Installationen oder gar Zusatzsoftware? Kennen wir nicht. Wir schieben die DVD ins Laufwerk und los geht das Vergnügen. Grafik- und Soundtreiberprobleme? Was ist das!? Eine Konsole, ein System, ein Spiel, keine Probleme. Alles natürlich tolle Vorteile, von gewissen Anschaffungspreisen für die Spielsysteme mal komplett abgesehen. Liegt meine seit Jahren prophezeite Vermutung doch recht nahe, dass der PC als Spielgerät doch eigentlich vom Aussterben bedroht ist? Oder gibt es wirklich so viele Zocker da draußen, die sich bewusst für PC-Titel entscheiden, obwohl sie wissen, dass erstmal etliche Nerven dran glauben müssen, bis das Zeug endlich läuft?
Sicher wäre es von 4Players inkonsequent gewesen, ein Spiel im Nachhinein abzuwerten, aber für diesen Müllhaufen an Installationswahnsinn hätte es meines Erachtens bereits im Vorfeld mehr erfordert, als lediglich 2 Punkte Gesamtabzug. Hinzu kommt, dass man als renommiertes, beliebtes und unabhängiges Spielemagazin doch in der Lage sein müsste, ein PC-Spiel (welches eben hardwarelastig nicht so einfach betrieben werden kann wie die vergleichbaren Konsolenversionen) auf mehreren Systemen und Konfigurationen zu testen. Zwei ganz dicke Kisten mit verschiedenen Grafikkarten reichen halt da nicht aus, denn die wenigstens Zocker da draußen haben die überteuerte Hardware vom Außerirdischen.
Bestraft sie... kauft keine PC-Spiele mehr!
Die Industrie macht es PC-Zockern wirklich verdammt schwer. Es wird nicht belohnt, sich teure Hardware und Originale zuzulegen. Im Gegenteil: Was an Grafikpracht vielleicht ein Quäntchen besser aussehen würde, bezahlt man teuer mit Zeit und Nerven. Zusätzliche Programminstallationen, Treiberkonflikte, unausgereifte Umsetzungen und das ewige Warten auf DEN Patch, der alles ins Reine bringen soll. Und als Garnierungen vielleicht sogar noch einen komplexen Kopierschutz, der Laufwerkkonflikte heraufbeschwört und erzwungene Online-Registrierungen, um Raubkopien den ersten 24 Stunden ja keine Chance zu geben. Würden die Entwickler weniger Geld in nutzlose Schutzmaßnahmen investieren und ihre Spiele ab Release für faire 30,- bis 40,- Euro verkaufen, wette ich, dass der Umsatz wieder steigen würde.
Abseits dieser Überlegungen stehe ich als Journalist aber doch in der Verantwortung all diese Missstände und Kleinigkeiten anzuprangern und dementsprechend in einer Wertung klar zu verdeutlichen und abzustrafen. Vielleicht sollte man bei 4Players und anderen Magazinen über eine Reformation des Wertungssystems speziell für PC-Titel nachdenken. Eine Wertung für das Spiel an sich und eine für die Kundenfreundlichkeit bei Installation, Kompatibilität und Service. Denn mit den letzten drei Punkten steht und fällt in vielen Beispielen des vergangenen Jahres der gesamte Spielspaß und wirtschaftliche Erfolg einer Software.
Dabei ist meine PC-Zockerzeit noch gar nicht so lange her. Doch vermissen werde ich diesen ganzen Stress nie - niemals. Es ist doch wirklich eine absolute Frechheit. Dass es da draußen überhaupt noch Games-Begeisterte gibt, die sich freiwillig diesen Unfug antun? Das aktuelle Beispiel: GTA IV erfordert noch bevor das eigentliche Spiel überhaupt installiert werden darf, die Installation von bis zu sieben (7!!!) zusätzlichen Programmen; Updates für Grafiktreiber, Sound und anderes Gedöns noch gar nicht eingerechnet. Ja sag mal spinnen die komplett!?
Man sitzt also erstmal ne gute Stunde vorm Rechner, kämpft sich durch Rockstars Social Club, Games for Windows Live und andere idiotische Sicherheitsmaßnahmen, die den Preis der Software eh nur künstlich oben halten, bis man zur Belohnung dann endlich einer quälend langsamen Installation des Spiels zuschauen darf: Insgesamt 15 GB besetzt GTA IV auf der Festplatte. Autsch! Und dann folgt die harsche Ernüchterung: Grafikoptionen sind ab Werk stark eingegrenzt und ist man Besitzer eines ATI-Beschleunigers, dann schaut man erstmal anständig in die Röhre. Unschöne Grafikfehler, Pop-Ups und kantiges Gekröse auf dem teuren TFT. Da kannst du dir als PC-Fanboy doch die Hardware für 2k aufwärts mal ganz gepflegt zwischen die Arschbacken reiben.
Kommentar(los)
So sehr ich auch Fan und Befürworter von 4player.de bin: Auf die massive Bug-Kritik und den wütenden Mob in etlichen Foren hätte man ein wenig geschickter reagieren können, als mit diesem arg einfach konstruierten Kommentar von Chefredakteur Jörg Luibl. In meinen Augen hat das Drumherum zum eigentlich guten Spiel nämlich SEHR WOHL mit Spielspaß, Kundenfreundlichkeit und Bequemlichkeit zu tun; und somit auch mit der Wertung des Gesamtpaketes. Jeder Konsolenbesitzer kann angesichts der Kritikpunkte nur müde lächeln. Lange Installationen oder gar Zusatzsoftware? Kennen wir nicht. Wir schieben die DVD ins Laufwerk und los geht das Vergnügen. Grafik- und Soundtreiberprobleme? Was ist das!? Eine Konsole, ein System, ein Spiel, keine Probleme. Alles natürlich tolle Vorteile, von gewissen Anschaffungspreisen für die Spielsysteme mal komplett abgesehen. Liegt meine seit Jahren prophezeite Vermutung doch recht nahe, dass der PC als Spielgerät doch eigentlich vom Aussterben bedroht ist? Oder gibt es wirklich so viele Zocker da draußen, die sich bewusst für PC-Titel entscheiden, obwohl sie wissen, dass erstmal etliche Nerven dran glauben müssen, bis das Zeug endlich läuft?
Sicher wäre es von 4Players inkonsequent gewesen, ein Spiel im Nachhinein abzuwerten, aber für diesen Müllhaufen an Installationswahnsinn hätte es meines Erachtens bereits im Vorfeld mehr erfordert, als lediglich 2 Punkte Gesamtabzug. Hinzu kommt, dass man als renommiertes, beliebtes und unabhängiges Spielemagazin doch in der Lage sein müsste, ein PC-Spiel (welches eben hardwarelastig nicht so einfach betrieben werden kann wie die vergleichbaren Konsolenversionen) auf mehreren Systemen und Konfigurationen zu testen. Zwei ganz dicke Kisten mit verschiedenen Grafikkarten reichen halt da nicht aus, denn die wenigstens Zocker da draußen haben die überteuerte Hardware vom Außerirdischen.
Bestraft sie... kauft keine PC-Spiele mehr!
Die Industrie macht es PC-Zockern wirklich verdammt schwer. Es wird nicht belohnt, sich teure Hardware und Originale zuzulegen. Im Gegenteil: Was an Grafikpracht vielleicht ein Quäntchen besser aussehen würde, bezahlt man teuer mit Zeit und Nerven. Zusätzliche Programminstallationen, Treiberkonflikte, unausgereifte Umsetzungen und das ewige Warten auf DEN Patch, der alles ins Reine bringen soll. Und als Garnierungen vielleicht sogar noch einen komplexen Kopierschutz, der Laufwerkkonflikte heraufbeschwört und erzwungene Online-Registrierungen, um Raubkopien den ersten 24 Stunden ja keine Chance zu geben. Würden die Entwickler weniger Geld in nutzlose Schutzmaßnahmen investieren und ihre Spiele ab Release für faire 30,- bis 40,- Euro verkaufen, wette ich, dass der Umsatz wieder steigen würde.
Abseits dieser Überlegungen stehe ich als Journalist aber doch in der Verantwortung all diese Missstände und Kleinigkeiten anzuprangern und dementsprechend in einer Wertung klar zu verdeutlichen und abzustrafen. Vielleicht sollte man bei 4Players und anderen Magazinen über eine Reformation des Wertungssystems speziell für PC-Titel nachdenken. Eine Wertung für das Spiel an sich und eine für die Kundenfreundlichkeit bei Installation, Kompatibilität und Service. Denn mit den letzten drei Punkten steht und fällt in vielen Beispielen des vergangenen Jahres der gesamte Spielspaß und wirtschaftliche Erfolg einer Software.
Mr.Edding - 8. Dez, 18:21









Friisland
Random:Notes
Feenzeit
Panzerpunze
Supernova
wie es auch sei, ich denke auf der eine seite auch, dass der pc ausgedient hat. in den aktuellen biu-zahlen legen alle zu - bis auf den pc. schuld? die bösen raubkopierer? sicher, auch. genauso wie wegfallende kunden-gruppen, die auf patch- und update-terror einfach keine lust mehr haben. da ist gta ja kein einzelfall, securom hat schon bei bioshock, mass effect oder red alert 3 scheisse gebaut. und wenn es nicht der kopierschutz ist, ist es eben das game selbst - gothic lässt grüßen (stimme da allerdings schon mit dem luibl überein, es ist ein unterschied, ein verbuggtes game spielen zu können oder ein an sich bugfreies game gar nicht gestartet zu bekommen. dennoch hätte das klarer dargestellt werden müssen und die wertung dann halt einige tage auf halde liegen. aber du weißt, wie es im oj ist, geschwindigkeit ist nun mal höher priorisiert als wertige inhalte..) das sind dann so die faktoren, wo man den pc schon beerdigen kann.
auf der anderen seite werden manche genres nie so gut auf der konsole funktionieren. ego-shooter oder strategie-games sind nach wie vor - wenn man sie denn richtig spielen will - auf dem pc zuhause, während ein racegame auf der konsole besser funktioniert. es werden beide bleiben, allerdings hoffe ich, dass speziell die großen publisher rechtzeitig einsehen, dass sie sich mit drm selbst schaden, in dem ehrliche käufer gegängelt werden bis zum gehtnichtmehr. und das an der kasse beim nächsten kauf entsprechend honorierern, wenn statt zum pc eben zur 360 gegriffen wird.
Und hinzu kommt immerhin, dass es bei PS3-Spielen bislang noch eine Ausnahme ist, auf der 360 sogar ein Feature, das Ladezeiten verkürzen und Laufwerksgeräusche minimieren soll. Zumindest bei der Xbox (bislang) alles noch freiwillig, also bei mir keine große Panik. Wundert mich nur, dass es auch hier im Fall GTA IV große Unterschiede gab. Die PS3 mit den wesentlich speicherstärkeren Blu-Rays hat Spielinhalte zwangsinstalliert, in etlichen Vergleichstest aber die "schlechtere" Grafik. Während dagegen die Xbox-Version stur von DVD läuft, dabei nicht mal groß laut wird und hier und da grafisch sogar mehr glänzt als die Konkurrenz.
Der Rest steht übrigens schön zusammengefasst ja nochmal hier in deinem Artikel. Wenn man das letzte Jahr so Revue passieren lässt, kann man echt nur jedem PC-Zocker raten, auf eine mittlerweile günstige Next-Gen-Konsole umzusteigen. HD-Grafik gibt's da genauso und die Spiele erscheinen in der Regel früher oder zumindest zeitgleich. Das Argument der Shooter zählt bei mir mittlerweile gar nicht mehr. Bioshock, Timeshift, Gear Of War oder GTA IV zocken sich auf der Konsole einfach super. Da vermisse ich zu keinem Zeitpunkt Maus und Tastatur, mittlerweile nicht mal mehr beim Zielen. Ist alles eine Frage der Gewohnheit.
Vielleicht fällt es dem ein oder anderen bei sehr sehr schnellen Online-Shootern (UT3, Counter-Strike, etc.) oder Strategiespielen noch stärker auf, aber selbst da lässt sich mit einigem Feintuning der Einstellungen sicher auch mit Pad akzeptabel zocken! Lieber würde ich an der Steuerung ein wenig rumbastlen, bevor ich mich dem restlichen Wahnsinn stelle. ;-)