Guns N Roses lahmt...
Der Freezer schreibt es schon sehr treffend; ich wollte es auch schon längst und ziehe hiermit nach: Die kleine aber eindeutige Kritik zur neuen Scheibe von Guns N Roses / Axl Rose. Warum Axl Rose? Weil bis auf ihn und Dizzy Reed (der schon früher auf manchen Live-Konzerten mit von der Partie war) keines der Gründungsmitglieder bzw. der wohl bekanntesten Besetzung - mit Slash als Lead-Gitarristen - mit am Start ist.
Insgesamt neun Musiker umfasst die aktuelle Besetzungsliste von Guns N Roses, davon mit Mr. Rose eingerechnet vier Gitarristen. Das macht die Scheibe "Chinese Democracy" trotz des schönen Widerspruchs in sich aber nicht wirklich besser. Mittlerweile habe ich, nachdem mich der Blöd-Markt ja vergangenes Wochenende so herrlich verarscht hat, das Album doch in Händen und bereits der vierte Versuch damit warm zu werden ist leider eher kläglich gescheitert.
Wo rockts?
Das Hauptproblem ist in meinen Augen klar formulierbar: "Chinese Democracy" hat verdammt gute Ansätze, aber es kommt schlicht und ergreifend einfach nicht in Schwung. Dass nach über 10 Jahren keine echte Guns N Roses - Platte mehr kommen würde, war mir eigentlich schon immer klar. Sowas kann ohne gewisse Mitglieder nicht funktionieren. Dennoch hätte es ein gutes Rockalbum werden können, das bestenfalls alte Zeiten aufleben lässt, denkt man an die herrlich verrückten Gesänge und Quietsch-Orgien eines Axl Rose, der somit vor allem in der Live Era - Zeit so manche Gänsehaut provoziert hat.
In dieser Zeit bin ich wohl auch hängengeblieben - zumindest, wenn es um die Gunners geht. Die neue Scheibe entzündet dagegen kaum ein Feuer, geschweige dem einen Funken. Es fehlt ganz einfach an Leidenschaft. Lediglich der Opener kann rockmäßig gesehen einigermaßen überzeugen. Hinzu kommt auf meiner Favoritenliste das reichlich moderne aber dennoch sehr schöne "There Was A Time", welches stellenweise sogar Anleihen an "Estranged" aufzeigt. Dann war's das aber auch leider schon. Die übrigen 12 Songs sind ziemlich farblos, leider ohne jeden Wiedererkennungswert und plätschern teilweise so unerträglich lahm und poppig vor sich hin, dass man ernsthaft ins Überlegen kommt, ob's der Axl überhaupt noch drauf hat.
Fazit: "Chinese Democracy" war sicherlich gut gemeint, aber über 10 Jahre Reifung haben im Gegensatz zu manchem Whiskey keine Verbesserung gebracht. Das Album ist teilweise einfach völlig TOO MUCH, da es zu viele verschiedene Stilrichtungen mischt und deshalb dermaßen überladen ein wenig Kohärenz vermissen lässt. Andernorts ist es dagegen so langweilig und grau, dass man die Songs kaum unterscheiden kann. Man wartet als Hörer und Altrocker ständig und wie besessen darauf, dass das Album endlich in Fahrt kommt und wird von Lied zu Lied nur noch frustrierter, da die üblichen Guns N Roses - Hymnen und Luftgitarrensongs in der Ahnenreihe von "Paradise City", "Used To Love Her" oder "Welcome To The Jungle" schlicht und ergreifend nicht vorhanden sind.
Weiterentwicklung ist wie so oft ein zweischneidiges Schwert und ich bin auch gerne neuen Klängen gegenüber offen. Doch eine erkennbar neue Identität mit einem alten Namen zu verkaufen, die darüber hinaus für die beinahe epische Wartezeit auch noch reichlich roh und unausgegoren wirkt, ist für mich persönlich sehr enttäuschend. Aus diesem Grund kann man nur sagen: "Chinese Democracy" ist keine echte Guns N Roses - Scheibe, auch wenn Guns N Roses draufsteht. Es ist bestenfalls ein mittelmäßiges bis gutes Rockalbum. Aber darauf muss man nicht so viele Jahre warten. Das können andere weitaus besser, z.B. Nickelback. Über die schreib ich die Tage noch ein paar Zeilen, ebenso über Die Toten Hosen. Die haben mich nämlich wirklich beide positiv beeindruckt.
Insgesamt neun Musiker umfasst die aktuelle Besetzungsliste von Guns N Roses, davon mit Mr. Rose eingerechnet vier Gitarristen. Das macht die Scheibe "Chinese Democracy" trotz des schönen Widerspruchs in sich aber nicht wirklich besser. Mittlerweile habe ich, nachdem mich der Blöd-Markt ja vergangenes Wochenende so herrlich verarscht hat, das Album doch in Händen und bereits der vierte Versuch damit warm zu werden ist leider eher kläglich gescheitert.
Wo rockts?
Das Hauptproblem ist in meinen Augen klar formulierbar: "Chinese Democracy" hat verdammt gute Ansätze, aber es kommt schlicht und ergreifend einfach nicht in Schwung. Dass nach über 10 Jahren keine echte Guns N Roses - Platte mehr kommen würde, war mir eigentlich schon immer klar. Sowas kann ohne gewisse Mitglieder nicht funktionieren. Dennoch hätte es ein gutes Rockalbum werden können, das bestenfalls alte Zeiten aufleben lässt, denkt man an die herrlich verrückten Gesänge und Quietsch-Orgien eines Axl Rose, der somit vor allem in der Live Era - Zeit so manche Gänsehaut provoziert hat.
In dieser Zeit bin ich wohl auch hängengeblieben - zumindest, wenn es um die Gunners geht. Die neue Scheibe entzündet dagegen kaum ein Feuer, geschweige dem einen Funken. Es fehlt ganz einfach an Leidenschaft. Lediglich der Opener kann rockmäßig gesehen einigermaßen überzeugen. Hinzu kommt auf meiner Favoritenliste das reichlich moderne aber dennoch sehr schöne "There Was A Time", welches stellenweise sogar Anleihen an "Estranged" aufzeigt. Dann war's das aber auch leider schon. Die übrigen 12 Songs sind ziemlich farblos, leider ohne jeden Wiedererkennungswert und plätschern teilweise so unerträglich lahm und poppig vor sich hin, dass man ernsthaft ins Überlegen kommt, ob's der Axl überhaupt noch drauf hat.
Fazit: "Chinese Democracy" war sicherlich gut gemeint, aber über 10 Jahre Reifung haben im Gegensatz zu manchem Whiskey keine Verbesserung gebracht. Das Album ist teilweise einfach völlig TOO MUCH, da es zu viele verschiedene Stilrichtungen mischt und deshalb dermaßen überladen ein wenig Kohärenz vermissen lässt. Andernorts ist es dagegen so langweilig und grau, dass man die Songs kaum unterscheiden kann. Man wartet als Hörer und Altrocker ständig und wie besessen darauf, dass das Album endlich in Fahrt kommt und wird von Lied zu Lied nur noch frustrierter, da die üblichen Guns N Roses - Hymnen und Luftgitarrensongs in der Ahnenreihe von "Paradise City", "Used To Love Her" oder "Welcome To The Jungle" schlicht und ergreifend nicht vorhanden sind.
Weiterentwicklung ist wie so oft ein zweischneidiges Schwert und ich bin auch gerne neuen Klängen gegenüber offen. Doch eine erkennbar neue Identität mit einem alten Namen zu verkaufen, die darüber hinaus für die beinahe epische Wartezeit auch noch reichlich roh und unausgegoren wirkt, ist für mich persönlich sehr enttäuschend. Aus diesem Grund kann man nur sagen: "Chinese Democracy" ist keine echte Guns N Roses - Scheibe, auch wenn Guns N Roses draufsteht. Es ist bestenfalls ein mittelmäßiges bis gutes Rockalbum. Aber darauf muss man nicht so viele Jahre warten. Das können andere weitaus besser, z.B. Nickelback. Über die schreib ich die Tage noch ein paar Zeilen, ebenso über Die Toten Hosen. Die haben mich nämlich wirklich beide positiv beeindruckt.
Mr.Edding - 26. Nov, 19:10









Friisland
Random:Notes
Feenzeit
Panzerpunze
Supernova